Dienstag, April 15, 2008
Freitag, April 11, 2008
Freitag, März 28, 2008
Zweierlei Maß
Es gibt ja seit einiger Zeit einen deutschsprachigen Ableger der Scienceblogs, und ich habe meine Lieblingsblogs gerne aus der Freiheit in den Hafen der SB begleitet. Stets hatte ich bedauert, das es diesen hohen Standard der Berichte und Meinungen nicht auch in deutscher Sprache gibt, denn bei aller Sprachkompetenz fällt es einem schlichtweg leichter, Wissen in Muttersprache anzueignen.
Bei diesem Niveau bleibe ich wohl lieber nur gelegentlicher Besucher. Schade.
Also freute ich mich: SB in Deutsch! Doch leider, bis jetzt überzeugt mich das Angebot nicht recht. Erst heute ein unsäglicher Artikel, der in der Manie eines Animal Rights-Aktivisten Mäuse mit Menschen gleichzusetzen versucht; unterstellt, die experimentelle Vorgehensweise in der Grundlagenforschung sei die geplante Therapie der Zukunft und der irgendwie ein lockeres Verhältnis zur Prozentrechnung hat.
Bei diesem Niveau bleibe ich wohl lieber nur gelegentlicher Besucher. Schade.Aus dem Stand-by modus erwacht
Es wird Zeit, dieses Blog wieder zu beleben.
Und wie besser, als mit einer kleinen, feinen, kanadischen Seite:
Gerade bei terminalen Krankheiten kommen gerne die Geier und wollen den Kranken das letzte Geld nehmen. Zu sterben ist schon schlimm genug, diese Leute haben es auch noch auf die Würde abgesehen. Im Internet finden sich eine Vielzahl von sCAM-Angeboten, "pflanzliche", "alternative" Heilmethoden, die in der Regel wirken, da sie mit verschreibungspflichtigen Medikamenten versetzt werden. Um eine Hilfestellung zu bieten, hat die kanadische Wettbewerbsbehörde dieses Projekt ins Leben gerufen.
Warum diese Behörde und nicht das Gesundheitsministerium? Hmm... Vielleicht, weil Gesundheitsministerien nicht gerade der Medizin verschrieben, sondern eher Verwaltungseinheiten mit starker politischer Prägung sind.
Jedenfalls bietet die Seite einen kleinen Führer, wie man dubiose Angebote erkennt. Diese Anleitung funktioneiert natürlich nicht nur im Internet, sondern auch im realen Leben.
Caveat Emptor.

Mittwoch, Februar 06, 2008
Donnerstag, Dezember 20, 2007
Kreationismus & South Carolina
Das Phänomen des "Homeschooling" ist ja in den USA weitaus verbreiteter als in Europa, was ich auch begrüsse, denn ein ideologiefreier Raum ist ein wertvolles Gut für die Entwicklung der Kinder, umso wichtiger, dass die Schule auch ideologiefrei bleibt. Leider vertreten viele Religiöse die Ansicht, dass die Abwesenheit von Indoktrination Indoktrination sei - Doppelsprech lässt grüssen - und spätestens wenn eine Homeschooling-Mutter das State Board of Education leitet und das Thema auf Biologieschulbücher kommt, ist der Spass vorprogrammiert.
Ich finde besonders bezeichnend, wie deutlich der Niveauunterschied zwischen den "Kritikern" und Ken Miller wird - auf der einen Seite die Wiederholung ewig widerlegter, oberflächlicher Einwände im Tonfall nörgelnder Kinder, auf der anderen Seite Miller mit höflich bestimmter, wenn notwendig auch ironischer Zurechtweisung.
Bemerkenswert, dass einer der Kritiker aufgrund seiner religiösen Einstellung keinen Biologieunterricht in der Schule wählte, dann aber sich berufen fühlt, ein Biologiebuch zu kritisieren. Es ist dies wohl die logische Entwicklung des Diktums "Je mehr man weiss, desto mehr weiss man, was man nicht weiss" zu "weniger wissen = weniger nicht-wissen" ergo: Ignoranz = Allwissen. Ein Phänomen, dem man auch sonst eigentlich ständig begegnet.

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