Freitag, 11. April 2008

Freitag, 28. März 2008

Zweierlei Maß

Es gibt ja seit einiger Zeit einen deutschsprachigen Ableger der Scienceblogs, und ich habe meine Lieblingsblogs gerne aus der Freiheit in den Hafen der SB begleitet. Stets hatte ich bedauert, das es diesen hohen Standard der Berichte und Meinungen nicht auch in deutscher Sprache gibt, denn bei aller Sprachkompetenz fällt es einem schlichtweg leichter, Wissen in Muttersprache anzueignen.
Also freute ich mich: SB in Deutsch! Doch leider, bis jetzt überzeugt mich das Angebot nicht recht. Erst heute ein unsäglicher Artikel, der in der Manie eines Animal Rights-Aktivisten Mäuse mit Menschen gleichzusetzen versucht; unterstellt, die experimentelle Vorgehensweise in der Grundlagenforschung sei die geplante Therapie der Zukunft und der irgendwie ein lockeres Verhältnis zur Prozentrechnung hat.

Bei diesem Niveau bleibe ich wohl lieber nur gelegentlicher Besucher. Schade.

Aus dem Stand-by modus erwacht

Es wird Zeit, dieses Blog wieder zu beleben.
Und wie besser, als mit einer kleinen, feinen, kanadischen Seite:


Gerade bei terminalen Krankheiten kommen gerne die Geier und wollen den Kranken das letzte Geld nehmen. Zu sterben ist schon schlimm genug, diese Leute haben es auch noch auf die Würde abgesehen. Im Internet finden sich eine Vielzahl von sCAM-Angeboten, "pflanzliche", "alternative" Heilmethoden, die in der Regel wirken, da sie mit verschreibungspflichtigen Medikamenten versetzt werden. Um eine Hilfestellung zu bieten, hat die kanadische Wettbewerbsbehörde dieses Projekt ins Leben gerufen.

Warum diese Behörde und nicht das Gesundheitsministerium? Hmm... Vielleicht, weil Gesundheitsministerien nicht gerade der Medizin verschrieben, sondern eher Verwaltungseinheiten mit starker politischer Prägung sind.

Jedenfalls bietet die Seite einen kleinen Führer, wie man dubiose Angebote erkennt. Diese Anleitung funktioneiert natürlich nicht nur im Internet, sondern auch im realen Leben.
Caveat Emptor.